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Pressemitteilung vom 08.12.2007 | 13:00
Hessisches Ministerium für Umwelt, ländl. Raum und Verbraucherschutz

„Herbstein-Stockhausen wird in das Dorferneuerungsprogramm 2008 aufgenommen!“

Staatssekretär Karl-Winfried Seif übergibt Anerkennungsbescheid

„Die hessische Dorferneuerung ist für die Zukunft hervorragend aufgestellt. Daher freue ich mich besonders heute bekanntzugeben, dass Stockhausen zu den 34 Orten gehört, die im Jahr 2008 neu in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Hessen aufgenommen werden. Mit den neuen Förderschwerpunkten fördert das Land Hessen im Jahre 2008 im Vogelsbergkreis insgesamt 20 Orte“, erklärte heute der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Karl-Winfried Seif, anlässlich der Übergabe des Anerkennungsbescheides „Aufnahme neuer Förderschwerpunkte im Programmjahr 2008“ des Landes Hessen.

Stockhausen ist einer von acht Stadtteilen der Stadt Herbstein mit zurzeit 871 Einwohnern. Ziel der Dorferneuerung ist die Sicherung und der Ausbau der Grundversorgung, eine ortsteilübergreifende Entwicklung sowie eine fachgerechte Sanierung der historischen Bausubstanz unter energetischen Gesichtspunkten. Dies soll durch ein aktives Immobilienmanagement unterstützt werden. Darüber hinaus sollen zukunftsfähige soziale Angebote für Kinder Jugendliche und Senioren geschaffen werden. Mit dem bürgerschaftlichen Engagement und dem Interesse für die Veränderungen im Dorf zu einem attraktiven familienfreundlichen Lebensraum sind hier die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Dorfentwicklung gegeben.

„Das Dorferneuerungsprogramm berücksichtigt in besonderer Weise die dörflichen Strukturen. Es leistet nicht nur finanzielle Hilfe zur Realisierung von Projekten, sondern bietet auch modernste Formen der Bürgermitwirkung. Die Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm ist die bedeutendste Chance für die Gestaltung des eigenen Lebensraumes, die den Bürgerinnen und Bürgern hessischer Dörfer gegenwärtig eröffnet werden kann“, führte der Staatssekretär weiter aus.

Mit den für 2007 zur Verfügung stehenden Fördermitteln werden voraussichtlich Investitionen in der vierfachen Höhe ausgelöst und damit viele Arbeitsplätze in den handwerklichen Betrieben und bei den damit verbundenen Planungsdienstleistern gesichert.

„Die geförderten Investitionen sollen im Hinblick auf demografische Entwicklungen nachhaltig angelegt sein und eine hohe Beschäftigungswirksamkeit auslösen. Darüber hinaus sollen sie in den ländlichen Regionen ein stabilisierender Faktor für die Baukonjunktur sein“, so Staatssekretär Seif abschließend.

Hintergrund:

Für die Förderung von Projekten privater Träger im Rahmen der Dorferneuerung gibt es zwei Fördervarianten.

Variante 1: Auf die volle Höhe der förderfähigen Investition wird ein Zuschuss von 30 Prozent gewährt. Dieser Zuschuss war bislang bis auf 20.000 Euro begrenzt. Nach der neuen Regelung liegt die Obergrenze bei 30.000 Euro.

Variante 2: Auf die Höhe eines Bankdarlehens zur Finanzierung der Investition wird nach der neuen Regelung ein Zuschuss von 30 Prozent gewährt. Die förderfähige Darlehenssumme ist auf 150.000 Euro begrenzt. Dies ergibt einen Höchstzuschuss von 45.000 Euro bei einer Investitionssumme von ca. 200.000 Euro (mit üblichem Eigenmittelanteil von ca. 50.000 Euro). Der Zuschuss wird als Sondertilgung eingesetzt, verringert die Darlehenssumme und erhöht den Eigenmittelanteil. Dies führt zu einer höheren Bonitätseinstufung des Darlehensnehmers. In der alten Regelung wurde die Darlehenssumme mit 15 Prozent gefördert und die förderfähige Darlehenssumme war auf 300.000 Euro begrenzt.

In der neuen Regelung ist bis zu einer Gesamtinvestition von 100.000 Euro die erste Variante günstiger. Bei Investitionen von über 100.000 Euro wird die Variante 2 (Darlehenszuschuss) dann günstiger, wenn das Darlehen die Höhe von 100.000 Euro überschreitet. In der alten Regelung wäre die Variante 2 (Darlehenszuschuss) erst bei einer Darlehenssumme in Höhe von 133.333 Euro günstiger geworden als ein Zuschuss von 20.000 Euro auf eine förderfähige Investition in Höhe von 66.666 Euro. Der Zuschuss für die Gesamtinvestition wäre in einer Spanne von 66.666 Euro bis zu ca. 177.777 Euro unverändert bei 20.000 Euro geblieben.


Pressestelle:

Hessisches Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz
Mainzer Straße 80
65189 Wiesbaden
Telefon: 0611/815 1020
Fax:      0611/815-1943
www.hmulv.hessen.de



Herbstein-Stockhausen und Romrod-Strebendorf
sind in der Dorferneuerung 2008.


Der Herbsteiner Stadtteil Stockhausen sowie Romrod-Strebendorf gehören zu den 34 Orten, die im Jahr 2008 neu in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Hessen aufgenommen werden. Mit den neuen Förderschwerpunkten fördere das Land Hessen im Jahr 2008 im Vogelsbergkreis insgesamt 20 Orte, erklärte am Wochenende der Hessische Umwelt-Staatssekretär Karl-Winfried Seif anlässlich der Übergabe der Anerkennungsbescheide „Aufnahme neuer Förderschwerpunkte im Programmjahr 2008“ des Landes Hessen.

Stockhausen ist einer von acht Stadtteilen der Stadt Herbstein mit zur Zeit 871 Einwohnern. Ziel der Dorferneuerung ist die Sicherung und der Ausbau der Grundversorgung, eine ortsteilübergreifende Entwicklung sowie eine fachgerechte Sanierung der historischen Bausubstanz unter energetischen Gesichtspunkten. Dies solle durch ein aktives Immobilienmanagement unterstützt werden. Darüber hinaus sollen zukunftsfähige soziale Angebote für Kinder, Jugendliche und Senioren geschaffen werden. Mit dem bürgerschaftlichen Engagement und dem Interesse für die Veränderungen im Dorf zu einem attraktiven familienfreundlichen Lebensraum sind hier die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Dorfentwicklung gegeben.

Dagegen ist Strebendorf einer von vier Stadtteilen der Stadt Romrod mit derzeit 279 Einwohnern. Ziel der Dorferneuerung ist auch hier die Sicherung der Grundversorgung durch innovative Ansätze, eine Stärkung der sozialen Infrastruktur für Kinder, Jugendliche und Senioren sowie eine fachgerechte Sanierung der historischen Bausubstanz unter energetischen Gesichtspunkten. Darüber hinaus will sich der Ort mit Ferienangeboten für Reiter im Reittourismus etablieren. "Mit dem Engagement der Dorfgemeinschaft und dem Interesse für die Veränderungen im Dorf zu einem attraktiven Lebensraum sind hier die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Dorfentwicklung gegeben" sagte Seif bei seinen Besuchen.

Mit den für 2007 zur Verfügung stehenden Fördermitteln werden voraussichtlich Investitionen in der vierfachen Höhe ausgelöst und damit viele Arbeitsplätze in den handwerklichen Betrieben und bei den damit verbundenen Planungsdienstleistern gesichert. „Die geförderten Investitionen sollen im Hinblick auf demografische Entwicklungen nachhaltig angelegt sein und eine hohe Beschäftigungswirksamkeit auslösen. Darüber hinaus sollen sie in den ländlichen Regionen ein stabilisierender Faktor für die Baukonjunktur sein“, so Staatssekretär Seif abschließend.

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